Privatgutachten

Das Privatgutachten dient als Basis zur Verhandlung mit Firmen oder als Grundlage für eine juristische Auseinandersetzung.

Ein Gutachter sollte bestellt werden, wenn die Arbeiten nicht zu Ihrer Zufriedenheit ausgeführt worden sind. Im Gutachten werden Mängel festgehalten und objektiv bewertet. Auf Wunsch erfolgt eine gemeinsame Besichtigung mit dem Handwerker, wobei eine Mängelbeseitigung detailliert vereinbart werden kann.
 

Gerichtsgutachten

Bei dieser Art von Gutachten wird der Sachverständige vom Gericht bestellt, um eine Streitsache zu klären. Hierbei ist er ausschließlich für das Gericht tätig und nicht für eine Partei.
 

Schiedsgutachten

Kommt es zu Unstimmigkeiten zwischen zwei Parteien, z.B. zwischen Zimmermann und Bauherrn, wird der Sachverständige beauftragt, ein Schiedsgutachten zu erstellen. Das Ergebnis ist für beide Parteien bindend.
 

Sachverständigenverfahren

Bei Versicherungsschäden wird in der Regel ein Gutachter von der jeweiligen Versicherung zur Schadensregulierung bestellt. Ist der Versicherungsnehmer mit dem Ergebnis nicht einverstanden, kann er, entsprechend den Bedingungen der meisten Sachversicherer, ein sogenanntes Sachverständigenverfahren einleiten. Hierzu wird ein Gutachter seiner Wahl zusätzlich beauftragt und durch einen gemeinsam mit der Versicherung bestellten Obmann wird das Verfahren geregelt, ähnlich dem Schiedsgutachten. Auch hier ist das Ergebnis für beide Parteien bindend.